MM-Das Industrie Portal Januar 2006
12.01.2006
Stahlverarbeitung - Umsetzung der neuen Stahl-Norm kommt nur schleppend voran
Bremen (js) – Dem einen oder anderen Stahlverarbeiter kann Ungemach drohen, denn eine der wichtigsten Änderungen des Jahres 2005 in der Normung betrifft alle Unternehmen, die Stahl verarbeiten. Die neue Normenreihe EN 10025 (Teil 1 bis 6) beinhaltet außer der alten EN 10025 eine Reihe weiterer stahlrelevanter Normen. Allerdings haben viele Verarbeiter die Umstellung noch nicht vollzogen, weshalb das Bremer Inmas Institut für Normenmanagement vor drohenden Produkthaftungsfällen warnt. Doch nicht nur Unkenntnis ist laut Inmas Ursache für die schleppende Umsetzung der Norm. Hinzu kommen weitere Hindernisse. So sind die EDV-Systeme in vielen Betrieben nicht auf die neuen Haupt-Normnummern eingestellt, die durch eine Gliederung in die Teile 1 bis 6 entstehen. Noch gravierender sei die Problematik in Unternehmen, wo die Bezeichnungen der verwendeten Stahlsorten direkt auf den Konstruktionszeichnungen vermerkt sind: Dort müssen alle Zeichnungen geändert werden. Inmas empfiehlt deshalb, die Stücklisten im EDV-System zu verwalten und auf den Zeichnungen nur mit Verweisen zu arbeiten. So ließen sich Änderungen mit wenigen Handgriffen für sämtliche Dokumente umsetzen.
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